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Sansui AU-317 halbtot
#1
Hallo zusammen, 

ich habe vor einiger Zeit einen bereits halbtoten AU-317 auf dem Flohmarkt günstig bekommen. Beim Reinschauen habe ich ein paar Kondensatoren mit Blähungen gefunden, sowie ein Netzkabel, welches mit Zeitungspapier und Paketband isoliert wurde. Kondensatoren und Netzkabel habe ich getauscht und der Verstärker hat zunächst bei mir ein paar Monate und dann weitere Monate bei meinem Vater gespielt. Der hat den Verstärker zuletzt gut mit Papier zugedeckt betrieben  Flenne  ("Papa, lass das doch!") und er tut nicht mehr. Ich selbst bin ziemlicher Laie und hoffe auf Hilfe bei der Fehlersuche. 

Der Verstärker verstärkt, aber nur extrem wenig. Mit dem Lautstärkeregler auf Vollausschlag kommt etwas aus den Lautsprechern / dem Kopfhörer raus. Nachdem das auf beiden LS, sowie dem Kopfhörerausgang ist, hoffe ich, dass es nicht an den Transistoren liegt. An den Transistoren im eingelöteten Zustand habe ich mal die Widerstände gemessen und es ergeben sich zumindest gleiche Werte für alle vier Transistoren. Ausgelötet habe ich noch keinen. 

Mein Anfangsverdacht waren kalte Lötstellen bei der Vor-/Endstufen-Brücke, sowie der Tape/Monitor-Schalter. Das scheint beides nicht der Fall. Bei Vollaussteuerung trennt der Tape/Monitor-Schalter hörbar und auch die Lötstellen an der Vor-/Endstufen-Brücke sind in Ordnung. Ich habe keine offensichtlich defekten Kondensatoren gefunden, oder sonst verschmurgeltes. 

Achja, ein Service Manual habe ich hier.

Dank vorab und Grüße, 
Maddog
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  • HiFi1991
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#2
Hast Du Dir schon in die Reparaturanleitung heruntergeladen?

http://www.hifiengine.com/manual_library...-317.shtml

[Bild: AU_317_service_manual_Page_1.jpg]
Viele liebe Grüße!
Euer Mathias

Suche Sansui SRC-6 ...  Floet

"Es ist schön, daß Sansuis Konstruktionsbemühungen noch einmal zu solchen 'Vintage'-Produkten geführt haben. Wilkommen zu Hause, Sansui, wir haben Dich vermisst!" Leonard Feldmann in AUDIO, Jan. ´88

[-] 2 Mitglieder sagen Danke an HiFi1991 für diesen Beitrag:
  • Corax, winix
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#3
Habe ich, danke
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#4
Hi Du,

bitte nicht falsch verstehen: aber schon mal die Potis ins Visier genommen?  Floet

Hatte ich nämlich auch schon an einem Gerät. Alles möglich rumgepfrimelt, letztendlich einfach
mal Potis (Balance, Lautstärke) und den Source-Umschalter brav gereinigt. UND? 

Dance3  Daran lag es tatsächlich.

Wäre vielleicht mal ein Ansatzpunkt.
Und da war es wie bei Dir, dass der Verstärker nur sehr leise gespielt hat.

Versuch´s mal. Daumen drück!!!
Grüsse aus RMK

Jürgen

Meine Bilder
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#5
Kontrolliere mal ob an der Vorstufe und der Endstufe die passenden Spannungen ankommen!

Denke dran, dass gerät steht unter Spannung! Also Vorsicht!

Die Werte stehen im Manual.

Berichte dann mal.

Eine Frage noch: das Relais zieht aber an?
-- Gruß Andreas --




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#6
Das Relais zieht hörbar.
Der Fehler ist schonmal nicht in der Endstufe. Habe den Sansui als Endstufe genutzt und da kommen die Töne.
Also entweder einer der Klangregler (Lautstärkepoti ist leider gekapselt), oder irgendwo auf der Vorverstärkerplatine? Regler halte ich eher für unwahrscheinlich, da der Fehler plötzlich kam und die Regler zuvor nicht gekratzt haben. Auch ein Spülen der Regler (Kontakt 60, hinterher Kontakt Gold) hat nichts verändert. Das Lautstärkepoti ist, wie geschrieben, leider ziemlich unzugänglich, ohne das Ding auszulöten.

Werde erst Donnerstag weitermachen können und werde berichten.
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#7
Na dann mal viel Glück!
-- Gruß Andreas --




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#8
Kontakt 60 und dann Gold für Potis ?

Kontakt 60 spült man mit WL-Spray weg und das 60ziger würde ich keinesfalls für Potis nehmen.
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#9
Danke für den Tipp, merke ich mir für's nächste Mal. Wobei es bei Kontaktspray und dem richtigen für's Poti auch Glaubenskriege zu geben scheint. Ich hatte das Vorgehen Kontakt 60 und Kontakt Gold aus einem anderen Forum vor Jahren mal übernommen. Welches Vorgehen empfiehlst du genau?
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#10
das 60er finde ich zu brutal für Potis.

Kontakt WL  und dann "versiegeln" mit Kontakt 61 oder OSZILLIN t6 von tesanol
Das WL hat den Nachteil das es entfettet und das ist "Gift"- ohne Weiterbehandlung -  für
die Schleiferbahn, deshalb anschliessend  61 oder t6 verwenden, weil es einen speziellen
Schmierfilm hinterläßt.
Dann gibt es vereinzelt Experten die den Poti zerlegen, aber da trau ich mich net ran.

Ich habe mit Kontakt-Gold keine Erfahrung, kann sein das es gut damit geht, möchte
es selber aber nicht ausprobieren.
Nur  VORSICHT ,wenn  das 60ziger nicht richtig ausgespült wird, haste nach einiger Zeit einen
"Blumenkohl" am Poti.
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#11
es kommt ein schwaches Lebenszeichen bei Volume voll aufgedreht aus den Boxen, hab ich das so richtig gelesen?
Dann sind das keinesfalls Potiprobleme, vielleicht eher was im Pre. Ist denn bei Volume voll aufgedreht ein starkes Rauschen aus den Boxen zu hören?
To the World of the Future
beste Grüße
der Karsten
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#12
Ja, ein schwaches Lebenszeichen gibt es. Die Endstufe ist auch ok, das konnte ich testen.
Es gibt auch ein starkes Rauschen auf LS und Kopfhörer, wenn ich voll aufdrehe. Wie lautet deine Diagnose? : )
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#13
Hallo,

ich würde behaupten, hier fehlt das Vorstufensignal. Das Buchsenpaar Pre-Out / Main in auf der Rückseite suchen: wenn hier zwei Drahtbügel fehlen, dann hast Du den Fehler vermutlich bereits gefunden... Auch die banalen Fehler ausschliessen, z.B. Tape Monitor Schalter versehentlich gedrückt... Wenn die beiden Drahtbügel noch drin stecken, diese entfernen. Zur groben Orientierung sollte hier die einfache "Brummprobe" bei sehr wenig aufgedrehtem Volumepoti reichen: den inneren Kontakt der Chinchbuchse Main in mit einer kleinen Schraubendreherklinge bei eingeschaltetem Verstärker berühren... es sollten Knister- und Brummtöne auf dem entsprechenden Kanal links oder rechts hörbar werden. Die weitere Fehlersuche erfolgt dann im Geräteinneren: Alle Betriebsspannungen für den Vorverstärker vorhanden? Spätestens hier ist die Serviceliteratur Gold wert.
Zum Schluss noch meine Standardwarnung: Sicherheitsmassnahmen im Umgang mit Elektrizität beachten! Drinks

Grüße,

maurice
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#14
Die Drahtbügel sind natürlich da. Auch der Tape-Monitor-Schalter ist geprüft. Danke für den Tipp mit der Brummprobe. Bringt mich alles weiter.
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#15
So. hab mir von einem Freund helfen lassen. Schuldiger war ein defekter Widerstand im Netzteil, sowie nachfolgend mehrere kalte Lötstellen im Klangregelboard.
Jetzt läuft die Kiste wieder ; )
[-] 1 Mitglied sagt Danke an MaddogMcCree für diesen Beitrag:
  • HiFi1991
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