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Klassische Musik
Musstest Du mich an dieses Cover erinnern? Das hatte ich ganz hinten in den Giftschrank verbannt.....

Gruß

Thomas
Das Band darf an den Bandführungen nicht krempeln.

Die natürlichen Inhaltsstoffe können einen Bodensatz bilden. 
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Stell' es vorne hin, dann kommen Kinder, die mal zu Besuch da sind, nicht auf die Idee, die Funktion eines Plattenspielers selbst ausprobieren zu wollen.
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Kennst Du die Platten vom Label "Westminster Gold"?

Gruß

Thomas
Das Band darf an den Bandführungen nicht krempeln.

Die natürlichen Inhaltsstoffe können einen Bodensatz bilden. 
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Nee, aber die Cover, die Google ausspuckt, sind stilsicher 70er Jahre (man wird Sie um Ihren schlechten Geschmack beneiden). Westminster war mir bisher nur als "Westminster Hi-Fi" (mono) bekannt. Darauf 'ne Afri-Cola (mit Bacardi)!



ps.: Oder noch besser einen stilechten "B52" - also die flambierte Vietnam-Version der GIs, nur im Plastikbecher - alles andere ist witzlos. Musste man austrinken, bevor der Becher brannte.

Viele Grüße - Frank
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[Bild: Sch_nberg_cover.jpg]

Das Schöne am Stöbern in den Plattenkisten beim Händler oder sonst wo ist doch, dass man immer wieder mal eine Perle ausgräbt. Würde man es sonst überhaupt tun? Nach allem, was die Vinyl-Nomenklatura hergibt, müsste diese Scheibe aus der CBS-Serie  "Masterworks Portrait" eigentlich zur Dutzendware billig hergestellter Nachpressungen zählen und entsprechend klingen. Nicht unbedingt schlecht, aber mit Sicherheit auch nicht gerade überragend. Schon das Cover ist dieser danebengegangene schlechte laminatartige Glanzdruck, der ab einer bestimmten Luftfeuchtigkeit fast klebrig wird, weshalb auch Staub und Dreck besonders gut darauf haften. Die Platte selbst sieht allerdings "near mint" aus (und ist es auch). Preis: 3,50 Euro, also kaufe ich das Teil, weil mich die Stücke interessieren, insbesondere die "Lulu Suite", von der ich noch verschiedene andere Platten besitze. Zu Hause staune ich dann nicht schlecht. Ormandy ist nicht der große Interpret moderner Klassik, trotzdem solide und sicher, also ohne Experimente, was für den einfachen Hörer wie mich eher ein Vorteil ist. So, jetzt aber: die Tonqualität ist phantastisch, ebenso die Pressqualität bis hin zur Geometrie, die hundertprozentig stimmt, sogar das Label sitzt absolut passgenau. Vielleicht habe ich einfach nur eine richtig gute Pressung innerhalb der Serienstreuung erwischt, keine Ahnung. Jedenfalls verstehe ich zum wiederholten Male Arthur Salvatore, der auf seinen tollen Webseiten zum Vinyl (http://www.high-endaudio.com/softw.html) schreibt: "Some of the very best LPs I own only cost me $5 to $10 dollars, not $50, $100 or more."

Viele Grüße - Frank
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  • winix, tiarez
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[Bild: Zimmermann_cover.jpg]

So, wie die Musik keines Horrorfilms ohne die "Vorarbeit" eines Alban Berg oder Arnold Schönberg denkbar wäre, ist die Musik- und Sprachkollage heute fast schon trivialer Bestandteil im Repertoire von Radio, Film und Fernsehen (z.B. Trailer und Jingles). Das "Mothership" war 1969 noch Avantgarde und dürfte den meisten eher unbekannt sein - "Requiem für einen jungen Dichter" von Bernd Alois Zimmermann. Mit aufklappbarer meterhoher Textbeilage. Die Platte - hervorragende Qualität und eher nicht als "Schnäppchen" zu bekommen.

Viele Grüße - Frank

ps.: Es gab mal eine Zeit, da gaben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unsere Gebühren tatsächlich für Kultur aus (siehe Cover) - wobei man sich natürlich darüber streiten kann, was Kultur ist.
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  • space daze, winix, tiarez
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(26.04.2017, 09:55)Feathead schrieb: Diese Aufnahmen der Leningrader unter Mravinsky wurden mir empfohlen und es ist unglaublich.

So klar, gradlinig, entschlackt und bar jeglichem Kitsch mit Zuckerguss hab ich diese 3 Tchaikowsky-Symphonien noch nie gehört. Die klingen einfach anders. Die Aufnahmen stammen von 1960 in London und Wien, und bringen den zupackensden Tchaikovsky, der hier je aus den Lautsprechern kam. Irgendwo hab ich gelesen, es sei wie eine kontrollierte Glut, bei der das Feuer öfter mal offen ausbricht. Von dieser Aussage kann man halten, was man will, aber es ist was dran. Auf alle Fälle einen Tipp wert, zumal diese über 50 Jahre alten Einspielungen auch noch topp klingen! Da hat sich die Deutsche Grammophon mal mit Ruhm bekleckert. Klanglich auf Augenhöhe mit den alten und legendären RCA/Living Stereos. Und das will was heissen. Und interpretatorisch wiklich außergewöhnlich (gut). Zum Preis von ca. 13€ kann man nichts falsch machen.

[Bild: jmravinskyryu79.jpg]

Habe mir die drei Symphonien in 24/96 von "Qobuz" gezogen. Die digitalen 24/96-Kopien der DGG sollen ja laut Eigenwerbung umgeschminkt die Masterbänder abbilden. Das war sehr aufschlussreich, denn erstmal muss ich sagen, digital hört es sich fast genauso an wie meine Platten davon (mit RIAA-Entzerrung), mit allen Stärken und Schwächen. Man bedenke: Die Aufnahmesessions fanden 1960 in London statt und mussten ziemlich schnell über die Bühne  gehen. Es war schon eine Sensation, dass Mrawinski und das Leningrader Orchester zu dieser Zeit überhaupt zu Aufnahmen in den Westen hatten reisen dürfen. Stereo war grad erst am Anfang und die DGG-Techniker hatten in der Wembley Town Hall quasi ein Auswärtsspiel zu bestreiten. 
Richtig interessant dann im Begleittext: "Statt...einen distanzierten Mischklang zu erfassen, entschieden sich die Toningenieure, näher heranzugehen und die hinter dem Eisernen Vorhang üblichen raueren Klangstrukturen wahrnehmbar zu machen. Deutlich ist zu hören, wie vehement die Bläser ihre Phrasen nehmen - es gibt keinen Versuch, den Mangel an Eleganz zu vertuschen, der auf dem begrenzten Zugang zu den besten Instrumenten und Rohrblättern beruhte." Ich hatte das bisher tatsächlich stets für eine Schwäche der Aufnahme gehalten - zu viel Bandsättigung, zu wenig Headroom oder was auch immer. Weiss man es nicht besser, kann man den völlig falschen Eindruck gewinnen - oje, noch ein Dezibel mehr, und es fängt an zu scheppern. Unter diesem Aspekt muss ich mal diverse "Melodija"-Platten nochmals anhören.

http://www.qobuz.com/de-de/album/tchaiko...2894794887

Wie ich ziemlich spät gelesen habe, wurde inzwischen auch der überschaubare, aber hochwertige Klassik-Katalog des "Everest"-Labels aus den Jahren 1958 bis 1961 nochmals digitalisiert, und zwar in einem Hamburger Studio, insbesondere die 35mm-Magnetfilm-Aufnahmen. Allerdings muss man dazu schon bemerken, dass ein Kompaktpaket davon auf CDs, wie es Mercury mit "Living Presence" (via Decca) oder RCA mit "Living Stereo" dazu noch preislich interresant auf den Markt gebracht haben, leider (noch) fehlt. Das wäre bei einer derartigen "nice-to-have"-Kiste eigentlich angebracht, denn mit Liebhaberverkäufen einzelner CDs (oder DVD-Audio) ist ja offensichtlich keiner der bisherigen Rechteinhaber glücklich geworden. Zusätzlich setzt man aktuell noch auf den Download-Markt. Die Copyrights der "Everest"-Klassiker wechselten in der Vergangenheit so oft den Besitzer, dass übrigens auch zig alte CDs mit richtig schlechten digitalen Kopien (Vorsicht!) in Umlauf sind und es wohl ein Wunder ist, dass es überhaupt noch abspielbare 35mm Magnetfilme davon gibt - unbedingt das Video auf der Facebook-Seite ansehen.

https://de-de.facebook.com/evereststereo/

http://evereststereo.com/

https://www.stereophile.com/content/ever...-its-glory

Viele Grüße - Frank
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  • winix, tiarez, FS61
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Da momentan kein Internet, muss eben Hardware aufgelegt werden....


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Kein Internet, aber hier posten? Was denn nu??


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Thomas
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Öhm....Schmardfon?

Lol1
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Also haste doch Internet Floet


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Thomas
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Okay, okay, stimmt schon, ist auch Internet LOL


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Die lagen bei mir noch im Büro, mal sehen, ob die noch ballern....


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P.S. Ist hier richtig aufgehoben Oldie
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  • winix, Mosbach
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Habe mich mal wieder von der Werbung verführen lassen, diese Einspielung in 24/192 geladen, aber weder zehn Euro noch die Bearbeitungszeit bis die Stücke auf dem Festplattenplayer sind bereut.

http://www.qobuz.com/de-de/album/rachman...90575&jb=2

Die Tontechnik ist für meinen Geschmack große Klasse. Kein ausgeklügelter Multimikrophonsound, sondern voll und rund mit einem klaren Standpunkt irgendwo auf einem sehr guten Platz im Leningrader Mariinski-Theater, also völlig altbacken wie zu Zeiten von "Living Presence" & Co. Mit dem kleinen Unterschied von 50 Jahren in der Aufnahmetechnik. An alle Analogiker, die mich jetzt für einen Abtrünnigen halten: bin nicht vom Glauben abgefallen, aber sorry, so kann man auch digital hören, und wie!

Viele Grüße - Frank
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  • winix, tiarez
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Entgegen anderslautenden Gerüchten sind wir Klassikfreunde (noch) nicht tot. Aber ich bin zuletzt an Mahlers neunter Symphonie regelrecht hängengeblieben - und ausgerechnet an Karajan! Wer unter Klassikhörern (mitlesende ausgenommen) mit wenig Aufwand viel renommieren will, muss nur bei passender Gelegenheit etwas sagen wie - "Karajan, ich mag seine Art nicht wirklich". Immerhin schon sowas wie ein Argument, das man stets gegen Karajan irgendwo lesen kann, und das auch für seine beiden Einspielungen der neunten Mahler-Symphonie herhalten musste, ist - perfekt, aber seelenlos. So stellt sich mir aber die Frage, ob ein Dirigent so etwas wie eine "Seele" einer Symphonie erst einhauchen muss, oder ob sich dieses schwer fassbare Ding nicht bereits genau in den Noten und Partituren und nicht etwa zwischen deren Zeilen und zur freien Auswahl befindet, bzw. nicht befindet. Und, es stellt sich weiter die viel banalere Frage, wer unter den Dirigenten und Orchestern Mahlers Neunte, diese schwierigste Symphonie, überhaupt gemeistert hat. Ich für meinen Teil habe sie vor zig Jahren im Konzert (Inbal) gehört, später dann Aufnahmen von Bernstein, Solti, Kubelik, Inbal. Meine Meinung: Wenn es fortissimo, laut und richtig schwierig wird, dann entgleitet ihnen allen (grob vereinfacht) das Orchester oder umgekehrt - und ich ihnen übrigens als Hörer. Dem alternden Karajan passierte sowas nicht, er hatte seine Berliner Philharmoniker inklusive Mahler-Partitur hundertfünfzigprozentig im Griff, was zur Folge hat, dass man endlich schlichtweg alles hört, was in den Noten steht, außerdem von absolutem Spitzenpersonal fehlerfrei gespielt wird. Ist das steril, langweilig und seelenlos? Wer die Ohren aufsperren kann, was zugegeben einiges an Konzentrationsfähigkeit erfordert, dem offenbart sich bei Karajan die vielzitierte "Seele" dieser  Musik von selbst. Sie braucht keine Allüren überforderter Taktstockschwinger, die meinen, je größer der Komponist, desto stärker müsse ihre persönliche Note sein. Genannt wird das auf den Plattencovern und in Kritiken dann gerne "explodierendes Temperament" (Solti, schöne Beschreibung für einen Höllenlärm auf Decca ffss), "tiefe Ergriffenheit" (Bernstein, der "Emotionale"), "Dynamikwunder" (Inbal), oder man verzichtet gleich vorab auf alle Professionalität und Werktreue und spricht von "interpretatorischer Freiheit" (Sinnopoli). Sorry, sind natürlich alles große Dirigenten mit großen Orchestern und sie können ja nichts für das Geschreibsel von Webefuzzis (nur Karajan hat sogar die Covertexte kontrolliert). Aber, warum schreibe ich das überhaupt? Weil ich diese neunte Symphonie von Mahler zusammen mit "Bitches Brew" und einigen anderen zu den wenigen überirdischen Werken der Musik zähle, die jemals geschaffen wurden.

[Bild: Mahler_9_cover.jpg]

Die Do.LP-Box von 1978. Keiner dachte, dass man Mahlers neunte Symphonie noch präziser spielen könnte als die Berliner Philharmoniker...

[Bild: mahler_9_2cover.jpg]

...nur Karajan wollte es nochmal wissen. Es wurde sein Alters-Meisterwerk, besser hat er vielleicht nie vor Publikum die Berliner Philharmoniker (live-Aufnahme, Berliner Philharmonie) dirigiert. Und auch eine Spitzenleistung der Tontechniker. Leider 1982 in früher Digitaltechnik aufgezeichnet und nicht analog, aber immerhin seitens der DGG in den 90er Jahren nochmals sehr gut überarbeitet.  

Viele Grüße - Frank
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  • winix, tiarez
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Nochmals kurz Karajan, quasi als Nachtrag. Seine eigene Antithese und ein Rätsel für die Nachwelt wie auch seine Kritiker lieferte Karajan übrigens selbst mit seiner letzten Schallplattenaufnahme vom April 1989, den Wiener Philharmonikern und Bruckners siebter Symphonie. Meine Meinung: Wer morbides mag, der sollte sich diese Aufnahme anhören, und zwar bis zum Schluss oder gleich beim zweiten Satz (Adagio) anfangen. So grenzwertig hatte Karajan nie zuvor ein Werk mit einem Orchester eingespielt. Ratlos schreibt der sonst nicht um Urteile verlegene renommierte Musikkritiker Norman Lebrecht, der die Aufnahme in seinem Buch "Ausgespielt" immerhin zu den "100 Meilensteinen" zählt: "Es ist unmöglich, genau zu wissen, was dem Maestro durch den Sinn ging, doch es schien, als wolle er zeigen, dass Unvollkommenheit ein notweniger Bestandteil des Lebens ist". Nur eines scheint sicher: hätte Karajan eine Veröffentlichung nicht gewollt, hätte es auch keine gegeben. Und hätte ein Spitzenorchester wie die Wiener Philharmoniker nicht so gespielt, wie es Karajan wollte, wäre ebenfalls nichts erschienen. Leider hat er nichts weiter dazu gesagt, drei Monate später war er tot.
Habe keine Platte, da ich Digitalaufnahmen auf Vinyl nicht schätze, sondern nur die Downloadversion:

http://www.qobuz.com/de-de/album/bruckne...2894390372

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  • winix
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