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Yamaha A-960II - Aufarbeitung am Küchentisch
#1
Photo 
Moin zusammen,
ich berichtete hier (Klick) schon vom Neuerwerb des Yamaha A-960II, nun geht's an den nach 38 Jahren wohl überfälligen Service. Ich bin nicht völlig unbeleckt und einige Basics sind vorhanden, aber eben doch fachfremd und werde euren Rat benötigen. Servicemanual liegt vor, allerdings bleiben da einige Fragen offen, aber ich will nicht vorgreifen.
Status:
Funktion beider Kanäle vorhanden, keine Rauch oder übermäßige Hitzeentwicklung, Schalter und einige der Potis müssen gereinigt werden, Main Direct-Schalter rastet nicht mehr. Netzteil summt für meinen Geschmack nen bischen zu laut. Mit 99,97% Wahrscheinlichkeit war die Haube 1982 in Hamamatsu das letzte Mal unten. Staubig, aber kein Nikotinmief:

[Bild: Y1.jpg]
Keine abgeknipsten Wirewraps am Netzteil und auch sonst keine Spuren, dass da schon mal jemand dran war. Alle Rifas noch am Platz. Die originalen Stanley-Birnchen sind auch noch drin und funktionieren sogar alle noch. So mag ich das eigentlich am Liebsten. Nix verbastelt.

Erstmal saubermachen, sieht doch gleich viel besser aus:

[Bild: Y2.jpg]
Beim rechten von den Elna for Audio 15000 µF 63V Siebelkos wölbt sich die Plastikkappe, ein Druck mit dem Finger offenbarte darunter einen topfebenen Boden des Alubechers, Auslaufspuren sind auch nicht zu sehen. Thumbsup

Mein erster Blick gilt üblicherweise Schmauchspuren an der Innenseite der Haube,   da weiß man gleich wo man mal nach dem Rechten sehen muss. Fündig geworden:

[Bild: Y3.jpg]

Der jeweils zuständige Hamstergrill war schnell identifiziert. Nr. 1 diese beiden 39kOhm-2W-Widerstände im Netzteil, sofern ich das richtig kapiert habe, rösten die parallelgeschaltet in Zusammenarbeit mit 2 Zenerdioden 115V AC (Mittelabgriff Primärwicklung) auf 4,5 V AC runter, das ist wohl die Betriebsspannung für den Yamaha-Dickschicht-IC (das blaue Ding direkt unter den Leistungswiderständen), der die Triacs für die Phasenanschnittsteuerung der Trafoprimärwicklung triggert:

[Bild: Y4.jpg]

Die 240V-Varianten des Verstärkers haben die selbe Widerstandsbestückung an der Stelle, Platine ist auch nicht angeröstet, und Leistungswiderstände werden nunmal heiß, sehe da erstmal keinen Handlungsbedarf außer Nachlöten. Netzteil muss wegen des  Monsterknallfrosch eh raus.

Hamstergrill Nr. 2 befindet sich neben dem rechten Siebelko auf dem Mainboard:
 
[Bild: Y5.jpg]

Die Truppe von Leistungswiderständen im rechten Kreis stellt in Zusammenarbeit mit den Zenerdioden oben links im Kreis die Versorgungspannung für die Vorverstärker und Klangregelgruppe bereit. Bei den beiden im linken Kreis bin  ich mir nicht sicher was die machen muss ich nochmal nachsehen. Platine schon leicht gebräunt, sieht von der Lötseite aber noch prima aus. Als Ursache für die Hitzeentwicklung vermute ich den Übergang von 220V auf 230V, in dem Zuge hätte eigentlich die B+/B--Spannung neu einjustiert werden müssen, was wohl nicht stattgefunden hat.

Ich werde mich langsam von vorne nach hinten durcharbeiten, deswegen steht in meinem nächsten Beitrag erstmal das Netzteil an, wo bereits die ersten Komplikationen aufgetaucht sind. Denker Ich bleib dran.
Gruß aus Hannover,
Stefan
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#2
Und, forderst du den Ersatzkondensator von Yamaha an? Ist gute Tradition den Service anzunehmen.  Thumbsup

(17.02.2016, 18:31)nice2hear schrieb: [Bild: evANrpwh.jpg]

1a+++ Service bei Yamaha. und das für ein >30 Jahre altes Gerät.
"We learned more from a three minute record than we ever learned in school" , Bruce Springsteen in "No surrender" played als Song 2 im Mai 2013 in Hannover Dance3 Dance3
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#3
Atnice2hear: Sehr schick, den möchte ich auch haben. Werde mich mal mit der Seriennummer von meinem Verstärker in Rellingen melden. Danke für den Tip. Thumbsup

Der Ausbau der Netzteilplatine war übrigens nicht ganz einfach, Servicemanual sagt, man solle die Kabel abnehmen, aber ich wollte die originalen, verlöteten Wirewraps nicht killen, also habe ich die Haube vom Trafo runtergenommen, dann kann man die Kabel dranlassen. Anhand des Aufklebers auf dem Trafo ist laut Servicemanual dieser Verstärker ein G-Modell, also nordeuropäische Ausführung.

[Bild: Y6.jpg]

Von den Rifa-Kondensatoren sieht der große Knallfrosch noch am Besten aus. Wesentlich schlimmer sehen die beiden Kandidaten am Netzschalter und besonders die 6800pF beim großen Triac aus. Erstaunlicherweise gemessene Kapazität noch einwandfrei, aber das muss ja nix heißen. Die kommen alle neu.

[Bild: Y7.jpg] [Bild: Y8.jpg]

Leider offenbarten sich bei genauerer Inspektion weitere Problemzonen am Neztteil. Schaut euch auf dem folgenden Bild mal die Beine der Dioden und der kleinen Triacs an. Durch die Dioden  läuft über die kleinen Triacs geschaltetet eigentlich nur der Gatestrom für den großen Triac, der die Primäwicklung vom Trafo schaltet. Da scheint mir was faul zu sein...

[Bild: Y9.jpg]


Hier ein Ausschnitt vom Schaltplan, die entsprechenden Bauteile sind eingerahmt:

[Bild: Y10.jpg]

Meine Theorie: Die kleinen Triacs sind ausgebrannt und zünden selbsttätig durch. Leider fehlt mir die Möglichkeit, die Funktion der Triacs zu prüfen, Oszilloskop würde ich noch rankriegen, aber ich bräuchte auch nen Trenntrafo zum Messen der Sägezahnspannungen im Neztteil, den ich jetzt nicht extra hierfür anschaffen wollte. Unzureichende Ausstattung, die ewige Misere beim Küchentischbasteln. Floet Daher will ich die Dioden und Triacs auf Verdacht auswechseln. Die originalen Triacs SMOR5G für 10$ pro Stück  aus den USA bestellen ist keine Option. Ich habe zwar kein Datenblatt, aber mit Mühe rausgefunden, das die SMOR5G 400V Standoffspannung, Gatestrom von 30ma und Haltestrom von 25mA haben. Als Ersatztyp wollte ich einen Q601E4 verwenden, der hat 25mA Gatestrom und Haltestrom und 600V Standoff, sollte passen. Anstelle der originalen 10D-4 Dioden  sollen 1N5061 rein. Für den großen Triac suche ich mir auch noch Ersatz raus, dann hab ich wenigstens schon was liegen, falls der auch hinüber ist.
Bitte umgehend Einspruch erheben, falls ich mit der Bauteilwahl völlig daneben liege, ich bin dankbar für jeden Tip.

Soweit zum Netzteil, da ist erstmal Baustop bis die benötigten Teile da sind. Ich habe des wegen schon mal mit der Phonoeingangsstufe weitergemacht. Da hat wohl die Deutsche Bundespost mächtig die Finger drin gehabt.
Bericht folgt.
Gruß aus Hannover,
Stefan
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#4
Zitat: Daher will ich die Dioden und Triacs auf Verdacht auswechseln.

Seltsame Vorgehensweise. Läßt sich das Gerät nicht mehr einschalten, bzw. stehen die Sekundärspannungen nicht mehr in etwa korrekter Höhe an,   wenn das Gerät Leistung (Also ein Pfeifftönchen) abgibt?
Ich habe ein Foto gesehen, wo er eingeschaltet abgebildet ist.
Gruß
scope
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#5
Moin scope,
aus Sicht des gut ausgestatteten Profis durchaus nachvollziehbarer Einwand. Ich habe leider wie beschrieben derzeit keine Möglichkeit die korrekte Funktion der Triacs im eingebauten Zustand durch Messungen zu prüfen. Deshalb stütze ich mich auf Beobachtungen und versuche daraus Schlüsse ziehen. Das Gerät lässt sich noch einschalten und gibt Ton, aber nicht nur an den Dioden im Bild sondern an ALLEN Baugruppen, wo die nominelle B-/B+ Spannung von 53,5V reduziert wird, sind Überhitzungschäden sichtbar. Ausserdem gehe ich mittlerweile davon aus, dass zumindest am Trimmer der Stromregelung schon mal rumgedreht wurde. Es bestejt der dringende Verdacht, das die Leistungsregelung des Netzteils (Phasenanschnittsteuerung der Primärwicklung) nicht mehr richtig funktioniert. Es ist mir einfach zu riskant, das Ding nochmal einzuschalten. Mal eben die B+/B- Spannung nachzustellen halte ich für kritisch, wenn die Triacs am Sack sind, im Zweifelsfalle raucht dann in der Peripherie was ab.
Ich bin überhaupt kein Freund von Bauteil tauschen auf Verdacht, ganz im Gegenteil, aber in diesem Fall halte ich das Vorgehen für angemessen, da die Verdachtsmomente groß sind und nicht viel schief gehen kann. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass auch der große Triac AC16D hinüber ist. Wenn es eine Möglichkeit gibt, die Triacs im ausgebauten Zustand mit Hausmitteln (Multimeter) zu prüfen, lass es mich wissen. Ich könnte die Triacs z.B mit einer Glühbirne in Reihe ans Netz hängen und gucken ob sie noch dichthalten. Bin für Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise jederzeit offen. Ich muss ohnehin noch einiges an Lötstellen auf der Hauptplatine ausbessern. Bis das Gerät wieder eingeschaltet werden kann, wird es daher ohnehin noch dauern.

Gruß,
Stefan
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#6
Zitat:Ich habe leider wie beschrieben derzeit keine Möglichkeit die korrekte Funktion der Triacs im eingebauten Zustand durch Messungen zu prüfen

Wie verhält sich das Gerät denn momentan? Welche Spannungen liegen auf der Sekundärseite an?

Zitat:aber nicht nur an den Dioden im Bild sondern an ALLEN Baugruppen, wo die nominelle B-/B+ Spannung von 53,5V reduziert wird, sind Überhitzungschäden sichtbar.

Das ist OK...Das hat du bei diesem Teil nun mal "mitgekauft". Es ist Bestandteil des Angebots. Wink3

Zitat:dass zumindest am Trimmer der Stromregelung schon mal rumgedreht wurde.

Wenn du diverse Teile einfach so austauschst, dann ändert sich daran nichts. Es sei denn, du hast zuviel Zeit. Thumbsup

Zitat:Es bestejt der dringende Verdacht, das die Leistungsregelung des Netzteils (Phasenanschnittsteuerung der Primärwicklung) nicht mehr richtig funktioniert.


Verrätst du den Grund dafür?

Zitat:Es ist mir einfach zu riskant, das Ding nochmal einzuschalten.

Und wenn du jetzt diverse Teile auf Verdacht auswechselst, dann verringert sich die Gefahr ?  Das -glaube- ich nicht.

Zitat:, im Zweifelsfalle raucht dann in der Peripherie was ab.

was ist damit gemeint? Die Elektronik auf der Sek. Seite?  Die Spannungen kannst du doch mit einem DMM im Auge behalten.

Sorry, aber SO wirst du auf Zufälle und Glück angewiesen sein. Es gibt viele Wege zum Ziel, aber der, den du einschlagen möchtest ,  steht an unterster Stelle.

Aber dennoch: Viel Erfolg.

PS: Der mit Abstand schlimmste Fehler an dem Gerät ist übrigens die beschädigte Frontplatte. Das ist m.E. nicht mehr perfekt zu retuschieren.
Gruß
scope
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#7
(18.05.2019, 12:31)scope schrieb:
Zitat:Ich habe leider wie beschrieben derzeit keine Möglichkeit die korrekte Funktion der Triacs im eingebauten Zustand durch Messungen zu prüfen

Wie verhält sich das Gerät denn momentan? Welche Spannungen liegen auf der Sekundärseite an?

Unbekannt. Aber selbst wenn die stimmt, heißt das noch lange nicht, dass die Triacs ok sind. Aber ich gebe Dir recht, wenigstens das hätte ich ja mal messen können. Das Risiko dass der Knallfrosch hochgeht besteht erstmal nicht mehr, da schon gewechselt. Also kann ich das nachholen.

Zitat:aber nicht nur an den Dioden im Bild sondern an ALLEN Baugruppen, wo die nominelle B-/B+ Spannung von 53,5V reduziert wird, sind Überhitzungschäden sichtbar.

Das ist OK...Das hat du bei diesem Teil nun mal "mitgekauft". Es ist Bestandteil des Angebots. Wink3

Darf ich das als ein "they all do that, sir" verstehen? Ok, muss ich dann mit leben.


Zitat:dass zumindest am Trimmer der Stromregelung schon mal rumgedreht wurde.

Wenn du diverse Teile einfach so austauschst, dann ändert sich daran nichts. Es sei denn, du hast zuviel Zeit. Thumbsup

Ich weiss. Servicemanual sagt beide Trimmer zurückzustellen und dann neu zu justieren. Das war eigentlich geplant nachdem ich mit den Lötstellen fertig bin.
Leider kam was dazwischen, siehe nächster Punkt.


Zitat:Es bestejt der dringende Verdacht, das die Leistungsregelung des Netzteils (Phasenanschnittsteuerung der Primärwicklung) nicht mehr richtig funktioniert.


Verrätst du den Grund dafür?

Der Zustand der Beine an zumindest dem einen SMOR5G und an den Dioden D502 bis D505. Aufgrund Anlauffarben und thermisch bedingter Oxidation schließe ich darauf, dass Betriebstemperaturen oberhalb des für diese Bauteile zulässigen Wertes aufgetreten sind. In der Form ist das sonst nirgendwo am Gerät zu finden, auch nicht an den Leistungswiderständen. Mir fällt es schwer das zu ignorieren. Deswegen bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen da beigehen zu müssen.


Zitat:Es ist mir einfach zu riskant, das Ding nochmal einzuschalten.

Und wenn du jetzt diverse Teile auf Verdacht auswechselst, dann verringert sich die Gefahr ?  Das -glaube- ich nicht.

Ja, du hast recht. Selbst wenn die Dioden und Triacs hinüber sein sollten, fehlt immer noch der Grund warum die so heiß geworden sind.

Zitat:, im Zweifelsfalle raucht dann in der Peripherie was ab.

was ist damit gemeint? Die Elektronik auf der Sek. Seite?  Die Spannungen kannst du doch mit einem DMM im Auge behalten.

Mein worst-case Szenario ist, das ich die Strom bzw. Spannungsregelung auf der Hauptplatine überfordere wenn ich die B+/B- entsprechend Vorgabe einstelle, und dadurch Schäden verursache die u.U. schwer zu lokalisieren sind. Ich müsste zumindest die Sekundärspannung vom Trafo gleichzeitig mitmessen, aber da habe ich für diese Geräteversion keine verlässlichen Spannungswerte für Leerlaufbetrieb finden können. Ne klare Aussage über den Zustand der Triacs liefert das m. E. aber ohnehin nicht

Sorry, aber SO wirst du auf Zufälle und Glück angewiesen sein. Es gibt viele Wege zum Ziel, aber der, den du einschlagen möchtest ,  steht an unterster Stelle.

Aber dennoch: Viel Erfolg.


Vielen Dank für die Wünsche und insbesondere das Du Dir die Zeit genommen hast zu hinterfragen. Du hast natürlich recht. Deswegen erstmal alles auf Halt und eine neue Herangehensweise überlegen. Es ist ja noch nicht Schlimmes passiert, ausser das die Knallfrösche gewechselt sind.

PS: Der mit Abstand schlimmste Fehler an dem Gerät ist übrigens die beschädigte Frontplatte. Das ist m.E. nicht mehr perfekt zu retuschieren.

Nochmals Danke für den Input Hi . Mit der Frontplatte habe ich mich abgefunden, kann ich mit leben.

Gruß aus Hannover,
Stefan
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#8
Zitat:Darf ich das als ein "they all do that, sir" verstehen? Ok, muss ich dann mit leben.

Das sind sog. "Budgetverstärker" , die in sehr großen Stückzahlen  preiswert gebaut wurden. Man hat sich -zu Recht- wenig Gedanken darüber gemacht, wie die Geräte nach +35 Jahren aussehen, denn die zu erwartende Lebensdauer ist längst überschritten. Bitte nicht (wie so oft) falsch  verstehen, aber der Zustand  ist völlig normal, wenn das Gerät oft benutzt wurde.

Also ein bisschen nachlöten, ggf.  trockene Elkos erneuern ....fertig. Wichtig ist nach all den Jahren vielmehr die Funktion der (viel zu vielen) Schalter und Regler....


Zitat:Aufgrund Anlauffarben und thermisch bedingter Oxidation schließe ich darauf, dass Betriebstemperaturen oberhalb des für diese Bauteile zulässigen Wertes aufgetreten sind.

Du beschäftigst dich nicht all zu oft mit solchen Dingen....stimmt´s ?

Zitat:Selbst wenn die Dioden und Triacs hinüber sein sollten, fehlt immer noch der Grund warum die so heiß geworden sind.
Wie ich schon schrieb...Das ist Teil des "Systems". Verliebte Fanboys erneuern Wärmeleitpasten (stupid), vergrößern Kühlkörper, bauen Kondensatoren für die Ewigkeit ein...usw....Dabei vergessen sie regelmäßig, dass sie selbst ein Ablaufdatum haben. 
Das nennt man wohl ..."übertriebene Liebe" . ?!
Gruß
scope
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#9
Hallo Stefan,

ich habe bisher in meinem Leben schon weit über 100 A-960(II) auf dem Tisch gehabt, da ich von 1987 bis 2007 im Yamaha-Kundendienst gearbeitet habe. Bisher waren noch nie die kleinen Triacs defekt, an keinem einzigen Verstärker! Auch das blaue IC (IG-04080) war bisher nur ein einziges Mal defekt. Also Du kannst davon ausgehen, dass der A-960 mit diesen Triacs arbeitet. Im Notfall könnte ich Dir zwei ausgebaute SMOR5G4 (IH000900) kostenlos zusenden, da ich etliche Spendergeräte diese Typs am Lager habe. Wenn Du diese Triacs messen willst (nur mit einem Multimeter), dann sollten die beiden äußeren Anschlüsse in beiden Richtungen niederohmig sein, vom mittleren Anschluss zu den beiden anderen immer hochohmig.

Beste Grüße
Armin
"Don't know what I want, but I know how to get it" The Sex Pistols
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#10
(18.05.2019, 14:10)Dude schrieb: Aufgrund Anlauffarben und thermisch bedingter Oxidation schließe ich darauf, dass Betriebstemperaturen oberhalb des für diese Bauteile zulässigen Wertes aufgetreten sind.

Moin,
das sind keine Anlauffarben und hohe Betriebstemperaturen gab es da auch nicht.

Die Dioden haben versilberte Anschlussdraehte und das Silber ist durch Schwefelspuren in der Luft schwarz angelaufen.

Bei hohen Temperaturen waeren die Platinen unter den Dioden braun bis schwarz geworden und du haettest hier auch kalte Loetstellen. Solange das Netzteil laeuft und sich sekundaer die korrekten Spannungen einstellen, ist es auch in Ordnung.

Die Rifas auf der Platine zu tauschen, ist da schon die bessere Idee und wenn man schon dabei ist, Kondensatoren fuer 275V~ nehmen. Diese Kondensatoren sollten die Eigenschaften gepruefter Entstoerkondensatoren haben (es geht um das Verhalten im Fehlerfall).

Und was schonmal gesagt wurde:
Dieses Netzteil vertraegt keine Vorschaltlampen und auch keinen Stelltrafo, den man langsam hochdreht. Es muss "hart" an einer niederohmigen Quelle betrieben werden.

Der Trafo kann auch nicht direkt ans Netz geschaltet werden, er ist nicht fuer 230V gewickelt.

73
Peter
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#11
Danke nochmal an euch alle, Ihr seid super Thumbsup .
Netzteil ist mit 3 neuen Wima MP3 X2 275V AC bestückt (die beiden am Netzschalter und der dicke 0,47µF). Die drei RIFA 6800pF, die in Reihe geschaltet sind, wurden von mir durch Wima FKP1 600V AC mit 6800pF ersetzt, hatte nichts anderes greifbar, sollte aber passen. Den 390 Ohm Leistungswiderstand unten am großen Triac habe ich noch aufgebockt, der röstete schon ein wenig an der Platine rum. Netzteilplatinen gereinigt, Netzteil wieder rein, Deckel auf den Trafo drauf und gut ist.
[Bild: Y12.jpg]

Fortschritt auch bei dem nicht mehr rastenden Main Direct Schalter. Der Ersatz aus der Bucht hat mir nicht so zugesagt, u. A. fehlt dem die Abschirmung zwischen den Kontakten des rechten und linken Kanals wie beim Original. Deshalb habe ich heute den originalen Schalter vorsichtig geöffnet, das winzige abgebrochene Teil war noch vorhanden und ich habe es vorsichtig mit Sekundenklebergel wieder in Position geklebt. Leider keine Bilder gemacht, war zu gebannt von der Fummelei. Rastet wieder wie ne 1 und scheint auch dauerhaft zu halten. Außerdem waren die Kontakte noch in perfektem Zustand, d.h. ich muss mich um die Kontakte der anderen Drucktaster erstmal nicht weiter kümmern, die sind im Prinzip alle von der selben Bauart.  Thumbsup Es geht voran.

Ihr habt alle nen Bier bei mir gut. Drinks 

Gruß aus Hannover,
Stefan
[-] 1 Mitglied sagt Danke an Dude für diesen Beitrag:
  • Armin777
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