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Revox B760 Trafo brummt
#1
Hallo,

bei meinem Revox B760 habe ich mal mehr mal weniger ein mechanisches Brummen das Netztrafos.
Ein DC-Filter schaft keine Abhilfe. Die Kondensatoren des Netzteils habe ich - nicht aus diesen Grund - erneuert.

Hat jemand bei seinem B760 Erfahrung z.B. den Trafo mechanisch Verändern  oder durch mehrer Trafos ersetzen ?


Nur so: Hat schon einer über die Nachrüstung einer IR-Fernbedienung nachgedacht?
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#2
Moin,
M.W. hat Revox Schnittbandkerntrafos verwendet. Wenn die nicht mit der notwendigen Sorgfalt hergestellt wurden, neigen sie zum Brummen.

Da ich den Trafo ja nicht hoeren kann: Ist es ein leicht "rasselndes" Brummen?
Und sind die Trafos bei Revox vergossen/getraenkt? Viele Hersteller traenken die Trafos im Vakuum, damit nicht etwa lockere Teile des Kernes das Rasseln anfangen.

Was ich mit solchen Trafos schon gemacht habe, mit gutem Erfolg, aber Garantie kann ich nicht geben, ich hatte, wenn auch wenige, Misserfolge. Und man hat eigentlich nur einen Versuch, zu verklebende Spalte, die man nicht erwischt hat, sind dann meist unzugaenglich.

Den Spalt zwischen Kern und Wickelkoerper mit Giessharz ausgiessen. Dazu muss der Trafo natuerlich ausgebaut werden und man muss sich ueberlegen, wie man dafuer sorgt, dass das, was man oben hineingiesst, nicht unten einfach so rauslaeuft.
Je nach Harz wir der Trafo noch eine Weile "duften", da muss man durch ;-)
Das funktioniert auch bei Trafos anderer Bauart. Ringkerntrafos koennen eigentlich nicht brummen, jedenfalls nicht, was ueber die normale Magnetostriktion hinausgeht. Wenn sie "laermen", ist in der Netzspannung tatsaechlich ein Gleichspannungsanteil (und dafuer genuegt schon ein Haartrockner, der auf kleiner Stufe die Heizung ueber eine Diode in Einweggleichrichtung betreibt und das Netz im Haus etwas "hochohmig" ist).

Fast alle anderen Trafos mit zusammengesetzten Kernen koennen rasseln, wenn der Kern nicht einwandfrei fest montiert ist.

Bevor man mit der Vergiesserei anfaengt, zuerst untersuchen, ob der Trafo durch Nachziehen der Schrauben, so vorhanden, beruehigt werden kann.

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Peter
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  • winix, timundstruppi
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#3
Das Problem: Bei der inzwischen von 220 auf circa 240 Volt erhöhten Netzspannung kommt der Schnittband-Kerrn Ihres B250-Trafos frühzeitiger in den Bereich der Sättigung. Dieses wirkt sich auf den Widerstand der Spule aus und überlastet den Trafo (Hitze), das kann zu mechanischem Brummen oder nach einiger Zeit sogar zum Kurzschluss im Trafo führen. Revox hatte vorausschauend den Transformator des B250 mit einem sehr aufwändigen Spannungswahlschalter ausgestattet. Bei Erstauslieferung des Verstärkers betrug die Netzspannung in Europa 220V. Entsprechend wurde der Spannungswähler des Transformators auf 220V eingestellt.
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#4
Erst mal Danke.

Wenn es etwas kühler wird werde ich den Tuner nochmal aufschrauben - ist schon wieder ein wenig her. Ich versuche mal eine Tonaufnahme.
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#5
Moin,
ok, Spannungsumschaltung...
Daran hatte ich nicht gedacht und es zeigt, dass die Trafos hoch ausgenutzt werden. So hoch, dass sie bei 10% Ueberspannung (220V+22V) schon in die Saettigung geraten. In Deutschland mussten 220V- Geraete auf jeden Fall fuer 230V uneingeschraenkt tauglich sein, denn mit dieser Spannung wurden die Netze gespeist (Sekundaerspannung der Trafos fuer die Niederspannungsebene). Wenn die Trafos dann bei 240V in die Saettigung geraten, sind sie wirklich knapp ausgelegt.
Und gerade bei Ringkern und den vom Kernaufbau sehr aehnlichen Schnittbandkernen bietet sich das fuer die Konstrukteure an, die Trafos kann man fuer die Leistung verhaeltnismaessig kompakt bekommen, was allerdings mit eine hohen Ausnutzung einhergeht.

Wenn man einen hochgewickelten Stelltrafo (bis 250...260V) mit Strommesser hat, kann man das leicht ueberpruefen. Bei dem leerlaufenden Trafo wird die Primaerspannung so lange erhoeht, bis der vom Trafo aufgenommene Strom unverhaltnismaessig stark anzusteigen beginnt. Oft beginnen die Trafos dann auch das "Knurren". Der Trafo ist dann in der Saettigung, der bis dahin sinusfoermige Strom wird stark verformt.

BTW.: Trafos, die "von Berufs wegen" ueberfordert sind, sind die von Mikrowellenherden. Fuer die zu erbringende Leistung (rund das Doppelte der Mikrowellenleistung) sind sie sehr klein. Ein Exemplar, das ich mal untersuchte, blieb bis etwa 170V friedlich, danach stieg der Primaerstrom stark an. Aufgenommene Scheinleistung bei Nennspannung einige hundert VA, Wirkanteil etwa 80W. Diese Trafos ueberleben nur, weil sie einmal nur kurzzeitig betrieben werden und dazu noch zwangsgekuehlt sind.

73
Peter
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  • havox, gogosch, Mainamp, timundstruppi, x-oveR, Frunobulax, Dioptrion
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#6
Wir hatten in einer Firma mal das Gebäude neben dem Trafo, da hatten wir immer 250V. Morgens knallte immer wieder mal ein Entstör C an den Leuchststofflampen mit Blitz und der Kaffe schmeckte nach 1 h nicht mehr (Warmhalteplatte), die Maschien war auch meist nach wenigen defekt: durchgebrannt.

Auch so etwas gibt es. Da haben die die Feineinstellung des 10 KV /400V Trafos nicht korekt durchgeführt.
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#7
Hallo,

der B760 steht zur Zeit auf 220 Volt. Ich werde mal die aktuelle Netzspannung zum Brummen beobachten.

Danke für den Hinweis.
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#8
Revox B760 auf 240 Volt umgestellt - Netzspannung aktuell 232 Volt - er brummt - auch im Standby.
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#9
Ich hab einen brummenden Trafo bei meinem ollen Tuner mal ruhig bekommen, indem ich den Trafo am Chassisblech mit Schwingungsdämpfern befestigt habe, sowas hier: Gummilager.
[url=https://www.louis.de/artikel/gummilager-10-stueck/10003134?searchButton=&main_category_id=370&filter_article_number=10003134][/url]
Selbstverständlich brauch man da nicht solche Apothekenpreise zu bezahlen. Eine passende Durchführungstülle für Kabel und ein entsprechend abgelängtes Rohrstück tun es genau so gut.

Gruß,
Stefan
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