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Schutzschaltung mit Z-Diode = Klirr?
#1
Hallo zusammen,

ich habe neulich einen Klassiker abgestaubt, einen McIntosh MR-71 Röhrentuner welcher an meinen Accuphase C-2420 VV angeschlossen werden soll. Der Tuner arbeitet in der Ausgangsstufe mit ~95V, bei einem Fehler (z.B. Kontaktprobleme im Sockel/Fassung der Röhre) liegt kurzzeitig eine hohe Spannung am Ausgang an die den (Transistor) Accuphase unter Umständen beschädigen kann. Damit das nicht passiert möchte ich Zwischenstecker basteln die eine Schutzschaltung enthalten.

Das Konzept ist einfach, eine bidirektionale Supressordiode mit einer Durchbruchspannung um die 12V (MR-71 Ausgang 2,5Veff = 7V^^, der Accu erlaubt 6Veff) und ein widerstand mit vielleicht 220 Ohm als Strombegrenzung davor.
Nun sind solche Dioden ja im Prinzip 2 antiseriell geschaltete Z-Dioden, ab ~0,7V wird eine davon leitend. Ich könnte mir vorstellen das das gerade mit einem hochohmigen Quellwiderstand (= Röhrenschaltung, der MR-71 liegt irgendwo bei 10kOhm maximal) sich durchaus negativ auf die Verzerrungen auswirken kann. OK, es ist ein Röhrengerät, kein Weltuntergang, mich würde trotzdem interessieren was passiert. Ich bin vor 3 Wochen umgezogen und habe die nächsten Monate keine Werkstatt zur Verfügung  sodass ich nicht selbst nachmessen kann.


Mich würde Eure Meinung interessieren, eventuell habt ihr auch noch andere Ideen wie man das Problem eleganter lösen kann. Mit Glück hat vielleicht jemand schonmal wegen einem ähnlichen Problem Messungen dazu gemacht.  Wink2

Danke!

Gruß,
Jan
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#2
Für die die es interessiert:

Ich habe in der Arbeit letzte Woche mit verschiedenen TVS-Dioden getestet, der Spannungsabhängige Leckstrom ist für die Anwendung nicht akzeptabel. Der Knick in der Kennlinie solcher Dioden ist halt nicht "unendlich" steil.

Ich werde es jetzt so lösen, aus der Heizspannung +- 9V gewinnen und mit jeweils 2x 1N4148 eine Klemmschaltung basteln die die Ausgangsspannung "hart" bei 9,6V begrenzt, also grob 6,8Veff. Gibt eine Zusatzplatine in den Tuner, wird aber so gemacht das man jederzeit zurückbauen kann.
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#3
Ja, klar interessiert das, darum bitte genaueste Baubeschreibung mit umfangreicher Fotostrecke.
Wo ich noch etwas hadere: Warum sollte MACintosch so einen Mist losgetreten haben ? Denkbar - für mich z. Zt. - ist eine statische Spannung im ersten Einschaltmoment. Aber statisch heißt hier, das so gut wie gar kein Strom fließt der folgende Eingänge zerstören könnte und Moment im Sinne von ein, zwei Millisekunden, denn diese stat. Spannung müsste ratz fatz verflogen sein.
Zweiter Haken: Etwas in den Signalweg zu bauen, erscheint mir - wie auch immer geartet - recht drastisch. Wäre es nicht sinnvoller, dem shotniCam ein verzögertes Relais zu spendieren, das den Ausgang anfangs nur kurzschließt ?
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#4
Ist am Röhrenausgang des VV nicht ein Kondensator? Hier wird anfangs immer die volle Betriebsspannung anlegen und Tau = R x C sinken, halt die Aufladekurve.
GGf. ist da noch ein Spannungsteiler.
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