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Wie wurde das gemessen?
#1
Hallo Allerseits,

ich frage mich, wie in vergangenen Tagen bei der Stereoplay die Messungen zur Ermittlung der Eigendämpfung der Tonarmresonanzen (Torsion) gemacht wurden?

Als Beispiel ein Test von 1981 mit dem Oszibild:

[Bild: ta-test-stereoplay-teaqkhf-1.jpg]

Wäre toll, wenn mir hier jemand weiter helfen könnte.

Grüße
Frank
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#2
Fluke Schwingungsmesser  LOL
V.G.
Jörg


[Bild: eshzshq.jpg]
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#3
Die "Antwort" des Tonarms kannst Du ganz einfach am Ausgang des Armes mit dem Ossi abgreifen - und als Impuls-Ausloeser nummst Du ein Kugelpendel am Faden mit definierter Erstauslenkung (Dirac-Stoss), das einmal gegen die Basis klopft.

Das kannst Du in der Zarge eingebaut machen oder auf einer resonazarmen, schweren Tonarmbasis (Waschbetonplatte) - je nach dem misst Du die Impulsantwort des gesamten Aparatscheks oder nur die des Armes samt Sytem und HS.

Oder Du sparst Dir den Kram - denn Du wirst nie erfahren, wie laut die Resonanzen gegenueber dem Nutzsignal sind - un dich kann Dir versprechen, sie sind verschwindend gering, denn die Anregung durch den zitternden Nadeltraeger ist nicht vergleichbar mit dem Dirac-Stoss durch die Kugel. 

In der Auslaufrille hoerst Du ja auch nicht den Tonarm singen, summen oder sonstwie vor sich hinresonieren - und das muesstest Du, wenn Du hoerbare Resonanzen erzeugen wuerdest - selbst ohne Signal ausser dem breitbandigen Rillenrauschen herrscht dort Stille. 

Ergo - ein Versuchsaufbau aus den MISPWOSO-Headquarters. 

Ciao,
Carsten
"We shall go on to the end, we shall fight with growing confidence and growing strength, whatever the cost may be; we shall never surrender."
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#4
Hallo Carsten,

danke für die Info. Ich meine sowas auch in einer alten Stereoplay gelesen zu haben, konnte mich aber nicht mehr so recht entsinnen. Auch ich glaube nicht an die Hörbarkeit solcher Phänomene.
Bei langsamen Frequenzsweeps einer Mess-Schallplatte kann man ebenfalls Torsionseffekte (Resonanzen) im Frequenzgang sichtbar machen. Vielleicht mache ich mal den Versuch mit einer Kugel und nehme die Impulsantwort auf. Dann habe ich jedoch den ganzen Plattenspieler angeregt und nicht mehr nur alleine den Tonarm.

Apropos angeregt: Angeregt durch Schriften von Bruel+Kjaer habe ich mich mit einem Beschleunigungsmesser (Gewicht 2g) ,montiert auf der Headshell, auf die Suche nach solchen Resonanzen gemacht.

Hier ein Beispiel einer solchen Torsion an einem einfacheren Technics-Arm (gelb der Frequenzgang eines Kanals, blau die Beschleunigung in vertikaler Richtung):[Bild: Torsion-Technics.jpg]

Bei 260Hz kann man im Frequenzgang eine Unstetigkeit entdecken und auch die Torsion (Beschleunigung) ist gut zu erkennen. Rechne ich die Beschleunigung in eine Strecke um, so ergibt sich bei dieser Frequenz 0,22um effektiv...

Jetzt kann man sich durchaus fragen: Warum habe ich das gemacht?
Antwort: Weil es mich interessiert hat und ich so nach und nach meine Tonarme "just for fun" durchmessen will.

Grüße
Frank
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#5
Schöne Darstellung und interessant, daß sich die Resonanz des Arms im Frequenzgang trotz der groben Skalierung erkennen läßt, das muß dann wohl schon mehr als 1 dB Frequenzgangfehler durch die Resonanz bei 260 Hz sein. Ist diese Frequenzgang-Welligkeit auch da, wenn der Beschleunigungsaufnehmer nicht auf der Headshell montiert ist?
Gruß Ralph

...listen to Spliff and you'll see the sun! Sun Sun Sun
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#6
Hallo Ralph,

es sind 1dB und ja, die Resonanz ist auch ohne Aufnehmer da.

Grüße

[Bild: Torsion-Vergleich.jpg]Anbei etwas gespreizt und im Vergleich mit einem  Dual 731Q...
[-] 1 Mitglied sagt Danke an stereoplay für diesen Beitrag:
  • Klangstrahler
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