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Dieser Song der Bilder schafft!
#1
Heute im Autoradio Dance Hall Days, und sofort waren sie da die Bilder, mit den Jungs und Mädels an einem warmen Sommertag 1984 in der Stadt unterwegs. Eiscafe auf der Kö, und dann Schoppen in der Altstadt, unsere bevorzugten Plattenläden Discoland und Musikland aufgesucht. Da gab es das Beste immer unter der Ladentheke... Hey Dirk, kennste schon, der neue Mix Yazoo / Depeche Mode? Nicht offiziell natürlich, komm hör mal rein...
Zurück zu Wang Chung, diese Bilder, ja sogar dieser Geruch des warmen Sommervormittages hier in Düsseldorf, die Musik, das warme Gefühl , alles das ist wieder da - für einen kurzen Augenblick. Schön! Da gibt es alleine bei mir noch viele Lieder mit Erinnerungen, ob Irland, Freibad, Park, Frittenranch usw.

Die Maxi von damals habe ich heute noch.


[Bild: WC-DHD.jpg]


Wisst Ihr was ich meine? Es geht hier nicht um die Lieder, sondern um die positiven Gefühle, man wird in eine längst vergangenen aber nicht vergessenen Stimmung versetzt. Als erlebt man es noch einmal, für diesen kurzen Moment.

Mir geht es hier aber um die positiven Erinnerungen und Situationen, klar gibt es auch traurige, negative aber die möchte ich nicht wissen, hier geht es um die schönen und positiven Momente, die Erinnerungen bei dem das Herz aufgeht, und es im Bauch kribbelt.

Ich würde mich freuen wenn Ihr Eure Lieder mit mir teilen würdet. Ich würde weiter auch noch solche besonderen Lieder und Momente zum Besten geben, wenn es sich ergibt. Die Dance Hall Days heute morgen auf dem Weg ins Büro haben mich für einen Augenblick zurück in die 80ér versetzt und das alles ganz ohne DeLorean...

Memories are made of this...

Drinks
Dirk

For all the shut-down strangers and hot rod angels
Rumbling through this promised land ..
[Bild: fortuna_logo_ani.gif]
nein das u wurde nicht vergessen... es gibt auch ein Leben außerhalb des OFF Lol1
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#2
Etwas ähnliches habe ich mit Wangchung und mit

https://www.youtube.com/watch?v=0QDKLglEP5Y

War irgendein mehrtägiger Schulausflug Thumbsup
O Brother, Where Art Thou?
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#3
das haben bei uns in Berlin nur die sog Popper gehört.
Ich weiß nicht, ob Euch der Begriff etwas sagt ??
Waren quasi ne eigene Spezies   Floet
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#4
Ka klar, Popper, Punks, New Wavies usw. wir waren eigentlich immer von allen etwas... LOL

Aber Sven, Du hast Dich doch in Deinem Leben so viel mit Musik beschäftigt, was ist Dein Song der bei Dir ein Feuerwerk von positiven Erinnerungen auslöst?

For all the shut-down strangers and hot rod angels
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nein das u wurde nicht vergessen... es gibt auch ein Leben außerhalb des OFF Lol1
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#5
Bryan Ferry hat's damals geschafft, 1985 war's und zwar damit: 


Driftin' through the world....

Ja, auch ich war ein Niemand damals....  LOL Kein Popper, kein Punk, kein Öko. Immer mal hiervon und mal davon, fand ich viel cooler.  Raucher  Tolle Zeit, die 80er.
                                                                   . . .  u n d   i r g e n d w a n n   w i r d   s i e   s t e h e n ,   m e i n e   w a l l   o f   s o u n d . . .
                         [Bild: 36065490ts.jpg]
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#6
OK, jetzt kann ich nicht kneifen, wenn man mich schon direkt auffordert zum Tanz

Sehr viele - lebe ja schon viele Jahre auf diesem noch schönen Planeten
Ich greife einfach mal einen raus, auf den Ihr NIE getippt hättet.

Don't cry for me argentina
(auf ner Geburtstagsfeier von einem Mädel ein tränenreiches Erlebnis gehabt)
Ist nicht traurig - Wenn ich zurückschaue sind da nur positive Erinnerungen
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#7
Und der da: 

                                                                   . . .  u n d   i r g e n d w a n n   w i r d   s i e   s t e h e n ,   m e i n e   w a l l   o f   s o u n d . . .
                         [Bild: 36065490ts.jpg]
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#8
Sehr schön, aber so 1-2 Zeilen zum warum und wieso wären schon nett...

Es geht mir ja gerade um die Geschichten, einfach nur andeuten, nichts genaues, Positive Bilder schaffen, zum Träumen...

Drinks

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#9
(22.04.2020, 09:21)charlymu schrieb: Sehr schön, aber so 1-2 Zeilen zum warum und wieso wären schon nett...

Es geht mir ja gerade um die Geschichten, einfach nur andeuten, nichts genaues, Positive Bilder schaffen, zum Träumen...

Drinks

Ja, hast Recht... hätte gar nicht posten sollen, weil im Homeoffice.  Lipsrsealed2
                                                                   . . .  u n d   i r g e n d w a n n   w i r d   s i e   s t e h e n ,   m e i n e   w a l l   o f   s o u n d . . .
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#10
Schullandheim! Das war der Begriff, der mir nicht einfiel Oldie

Unsere Mädels aus "Hauswirtschaft" haben für uns kochen sollen... naja, die waren ein wenig von "Großküche" überfordert... die Spaghetti klebten noch so zusammen, wie sie aus der Packung kamen Lol1
O Brother, Where Art Thou?
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#11
Zu Weihnachten '78 hatte ich mir eine Platte gewünscht:

[Bild: IMG-8422.jpg]

Was habe ich mich gefreut, als nach dem üblichen Kartoffelsalat mit Würstchen-Weihnachtsessen endlich die Bescherung stattfand und ich mich mit der Platte in mein Zimmer verziehen konnte... War ja schließlich eine Platte von Pink Floyd, wenn auch ein Solo-Album.
Dachte ich jedenfalls. Meine Klassenkameraden sagten später: stimmt doch gar nicht! Aber ich bewies es ihnen mit der Platte Dark Side of The Moon, dort ist Alan Parsons schließlich erwähnt...
OK, dann lernte ich, dass ein Tontechniker nicht zur Band gehört. Egal, die Platte war trotzdem für mich schön.

Und wenn ich sie heute auflege, muss ich immer daran denken, an die ersten Klänge dieser Platte auf meinem Plattenspieler '78. Es ist wie eine Zeitreise...
Gruss aus HB  Kaffee

.JPeter.
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#12
Danke für diese Threadidee, Dirk...

Ja, solche Geschichten mag ich auch sehr - und seien die dazugehörigen Momente auch noch so sehr nostalgisch im Nachhinein verklärt.

Unsere Gefühle und Erinnerungen machen uns aus - und Musik ist eines der besten Mittel, um beides zu aktivieren.

In meinem Fall gibt es einfach zu viele Beispiele, da ich in meiner Jugend eher Einzelgänger war und mir mit Hilfe von Comics, Büchern und Musik meine eigene Welt schuf.

Nie vergessen werde ich, wie mein Schulkollege Jürgen - einer meiner wenigen Freunde - einen Plattenspieler bekam. Es war ein Modell von Bruns mit eingebautem Verstärker und Boxen - hier ein Foto aus dem HF...

[Bild: bruns-turkis-524-1-848733.jpg]


Über dieses Gerät hörte ich so etwa mit 15 zum ersten Mal "Live Killers" von Queen. Und jedes Mal, wenn ich - was selten der Fall ist - dieses Album heute auflege, sitze ich wieder in Jürgens Zimmer und bin mächtig beeindruckt vom Plattenspieler und der Musik. Die Live-Version von "Now I'm Here" hat es mir damals besonders angetan - und "Love Of My Life".

Natürlich musste ich dann auch einen Plattenspieler haben - und ein Jahr später oder so stand in meinem Zimmer ebenfalls ein Bruns, aber ein anderes Modell - viel cooler, weil ganz in Schwarz und mit Drehreglerrädern, die kaum zur Hälfte aus dem Gehäuse ragten.

Das war er: https://www.radiomuseum.org/r/bruns_conc...tereo.html

Als überzeugter Nostalgiker könnte ich noch viele Geschichten zu speziellen Songs zum Besten geben, die Bilder oder ganze Szenen vor meinem geistigen Auge wiederaufleben lassen...
 Pult ist Kult - und Tool ist cool...  Headbang
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#13
Sehr gerne Ivo, ich werde auch noch den einen oder anderen Moment mit Euch teilen.

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  • Ivo
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#14
(22.04.2020, 10:17)Ivo schrieb: Ja, solche Geschichten mag ich auch sehr ... unsere Gefühle und Erinnerungen machen uns aus - Nie vergessen werde ich, wie mein Schulkollege Jürgen ... einen Plattenspieler bekam, ein Modell von Bruns ...

[Bild: bruns-turkis-524-1-848733.jpg]

Hammer! Ivo, Du hast grad ein Bruchteil "meiner Geschichte" erwähnt. Genau dieser Dreher war "meine erste Anlage". Die Ausgabe Deines Kumpels war das Exportmodell des RFT ZIPHONA TÜRKIS 524. Es gibt keine Zufälle ...  Pray
" ... ich will die Eins ... "  ,  Gruß Bernd  

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#15
Oh, da gibt es so viele. Auch wenn die Musik an sich gar nicht immer zum verknüpften Ereignis passt.
Das hier zum Beispiel:



2002, in der 11. Klasse, hatte ich mit den besten Kumpels einen gemeinsamen Winterurlaub. Mit‘m Zug und 8 gestörten Halbstarken ging es von Leipzig aus an die österreichische Grenze, nach Oberstdorf. Eigentlich hatten wir nur eine Ferienwohnung gebucht aber da die zweite nicht bewohnt war durften wir vom Vermieter aus das ganze Haus benutzen. Neben zahlreichen „Stunts“ vom Balkon und anderem Blödsinn (ja, ein versehentlich vom Kreuz gebrochener Jesus kann mit karamellisiertem Zucker dauerhaft wieder angeklebt werden) hatten wir einen Versicherungsschaden von fast 300€ fabriziert. Die zusätzliche Rechnung wurde jedoch direkt vor Ort beglichen und ich bekomme ungelogen noch heute jedes Jahr eine Weihnachtskarte der Pension.

Die Bilder zum Song entstehen aber nicht (nur) in der Unterkunft. Es muss am dritten oder vierten Tag gewesen, als wir auf dem Fellhorn auf der Piste waren und uns eine Gruppe von Mädels auffiel, die wir charmant fanden. Zum Mittag sah man sich zufällig in der gleichen Hütte wieder und kam ins Gespräch. Aha - Klassenfahrt mit dem Internat - in einer Jugendherberge mitten im Nirgendwo untergebracht - Ausgangssperre ab 21:00 Uhr - kommt doch danach mal vorbei. Ja, Ähm...klaro. Den Tag auf der Piste zu Ende gebracht. Dann fix einkaufen - Knabberzeug, Bier und diesen verdammten Martini :o) Beim Vermieter gefragt wie man zu dieser Jugendherberge zu dieser Uhrzeit kommt. Ja laufen halt, Jungs. Durch den Wald und dann immer bergauf. Gesagt getan und 2,5 h später waren wir auch da. Haupteingang war bereits verschlossen. Einmal ums Haus - man wartete bereits auf uns. Hier einmal durchs Fenster bitte. Wir müssen ganze hoch, aufm Dachboden haben wir Platz. Ok, wird bestimmt n cooler Abend. 
Scheiße war’s. Keine halbe Stunde nach der Ankunft wurde es hektisch. Ihr müsst euch verstecken. Eine Schülerin hat gepetzt und jetzt kontrolliert der Klassenlehrer das Haus. Gut, wo denn. Ja Mädchenklo halt, da darf der nicht reinschauen. Ah, da passen nicht alle 8 rein. Also mit 2 Kumpels weiter zum Waschraum und in der Dusche verstecken. Klasse Idee, Robert. Ab dafür. Oh, ganz schön eng zu dritt. Geht schon - man muss sich ja nicht beweg....Zzziiiiiiisssssch...scheiße! Mit‘m Rucksack an der Armatur hängen geblieben. Drei Trottel in der Dusche völlig nass...und der Lehrer kam wohl vom Geräusch gelockt doch in die Dusche. Was macht ihr denn hier? Raus, sofort, sonst ruf ich die Polizei! Mist. 2,5h in nassen Sachen durch den Schnee zurück??? Nee, ruf mal zwei Taxis, vielleicht kommen die ja hier hoch. Und tatsächlich wurden wir ne halbe Stunde später abgeholt. Mittlerweile war gefühlt die ganze Jugendherberge wach und schaute uns wie ein paar Schwerverbrechern zu, wie wir mit hängenden Köpfen abzogen. Man sah sich noch ein paar mal auf der Piste und...ja...das war’s dann auch. 
Ich werde diesen Urlaub auf jeden Fall niemals vergessen und dieser Song ist einer von denen, die mich immer daran erinnern werden.

OFF-Topic: abgesehen davon ist Limp Bizkit übrigens eine völlig unterschätzte Live-Band, auch heute noch!
„Ökologische Abstiegsangst, zuviel Avocadotoast - wen interessiert’s?“

Gruß, Robert.
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#16
Genial, ich habe mich gerade schlapp gelacht! So Geschichten sind doch toll!!!

Danke!

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#17
Einen ganz besonderen Platz hat dieser Song in meinem Leben.

https://www.youtube.com/watch?v=hvvGM3QhtOg

Ich habe es in der KKK-RMT Aktion schon erzählt, aber eben nicht öffentlich sondern im erstellten Begleitheft.

Hier mal der Link zu unserer Aktion: https://old-fidelity.de/thread-23774.html

Da das Begleitheft aber  nicht für alle einsehbar ist schreibe ich meine besonderen Gedanken und Erinnerungen zu diesem Song hier noch mal auf.

Ich benutzte einfach meinen KKK-RMT Text...

Ich war 1985 mit einer Jugendgruppe in Irland, ein Traum am Atlantik, menschenleere Straßen und Traumstrände wie man es sich nicht von Irland vorstellen würde. Im Kleinbus hörte ich von einem Tape zum ersten Mal The Gun Club, erst My Dreams und dann eben Mother Of Earth. Diese Bilder sind bis heute in meinem Gedächtnis und ich liebe diesen Song.
Ich habe erst Jahre später erfahren von wem der Song ist und wie er denn heißt,  dann habe ich mir das Album gekauft und sehr oft gehört – das hört man auch in der Aufnahme, ein Knistern ist da und gehört auch dazu. Klanglich nichts Besonderes aber eben genau so muss das klingen!  Eines Morgens, ich hatte das Tape mit dem Song aus dem Wagen mit genommen, hörten wir Mother Of Earth und unten in der Bucht die wir von unserem Haus auf den Klippen sehen konnten tauchten Wale auf und verzauberten uns. 
Für mich war es eine einfache Entscheidung.  Vielleicht kann Euch dieses Lied auch ein Stück weit mitnehmen auf eine kleine Reise, so wie es mich mit nimmt – jedes Mal.


Jedes mal wenn ich diesen Song höre habe ich diese Bilder im Kopf und nun auch, ein wenig mit einem Lächeln auf dem Gesicht wenn ich an diese schöne KKK-RMT Aktion denke.

Danke für Euer Interesse!

Drinks

Dirk

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#18
Ausgerechnet Depeche Mode fallen mir hier ein, für die ich eigentlich gar nicht viel übrig habe.
1983 war ich das erste Mal in London und sah dort in einem Plattenladen (Virgin am Piccadilly Circus?) zum ersten Mal das Video zu "Everything Counts", das in Berlin gedreht wurde, auch neben der Hochbahn in Kreuzberg längs am Halleschen Ufer, Skalitzer Straße ... Immer wenn ich da vorbei komme oder den Song höre, denke ich an diesen Moment in London.

Und 20 Jahre später, Silvester in der Arena in Treptow, der DJ spielt "Personal Jesus" und tausende Menschen tanzen dazu ... so kann's einem gehen ...


************

Thomas
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#19
Ich habe letztes Jahr angefangen, meiner Tochter ein Buch zu schreiben. Eine Art Musikatlas durch die verschiedenen Genres, mit Fakten zu deren Entstehung und stilistischen Mitteln, aber auch immer mit einer persönlichen Geschichte, wie ich zu dieser Musikrichtung gekommen bin und meinen jeweiligen Favoriten. Das ist in Summe auch so in etwa der „Soundtrack“ meines Lebens.
Ziel ist, dass das Buch 2029, zum zehnten Geburtstag meiner kleinen fertig ist. Vielleicht finden vorher ja auch ein paar bereits fertige Geschichten den Weg hierher.
„Ökologische Abstiegsangst, zuviel Avocadotoast - wen interessiert’s?“

Gruß, Robert.
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#20
Danke, Robert, ich musste über Deine Story vorhin auch sehr grinsen - und sie erinnerte mich an meinen einzigen eigenen Skiurlaub...

Schulskiwoche in Südtirol/Alta Badia, Februar 1980. Ich war gerade 15 geworden und wollte eigentlich gar nicht mit. Auch als Auslandsösterreicher hat mich Skifahren nie interessiert, aber ich musste leider mit. Meine Eltern hatten kaum Geld, also "durfte" ich mir die damals schon nicht mehr zeitgemäße Ausrüstung eines Freundes meines Vaters ausborgen.

Ich weiß noch, dass die ganze Woche über echtes Kaiserwetter herrschte - strahlend blauer Himmel über schneebedeckten Bergen. Untergebracht waren wir in einem Hotel, das im Keller nicht nur eine Tischtennisplatte hatte (Rundlauf, anyone...?) - sondern im "Partyraum" daneben eine mächtige Kompaktanlage...

Wenn ich nicht Tischtennis spielte, saß ich vor diesem Riesengerät - und meine Klassenkollegen und ich gaben damit ordentlich Gas. Wie die Anlage das während der Schülerdisco mit dem Volumeregler auf Daueranschlag überstanden hat, ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Aber jedes Mal, wenn ich heute "One Way Ticket", "Sun Of Jamaica" oder "Dschingis Khan" höre, bin ich wieder in diesem Partykeller und entfliehe der Schmach einer Uralt-Skiausrüstung, zerrissener Jeans (Ersatz hatte ich keinen mit) und den daraus resultierenden unnetten Kommentaren meiner lieben Mitschüler...

Skifahren habe ich damals übrigens nicht gelernt - und werde es auch nie mehr im Leben probieren.
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#21
Der nächste Song ist einfach nur Geschichte, eine Geschichte die ich mit meiner Schwester teile. Seit vielen vielen Jahren gehe ich mit Ihr zu jeder Depeche Mode Tour, zuletzt waren wir 2017/2018 in Köln 1 x in der Halle und 1 x im Stadion. Wie auch immer, über die Jahre hat sich dieses Lied zu unserem Lied entwickelt.

Angefangen hat es wohl hier:

https://www.youtube.com/watch?v=HCQqkIIFmLc

Dort standen wir natürlich auch irgendwo in der Köln Arena..

Am Rande, dies ist der Klingelton meines Handys wenn eines meiner Kinder anruft.

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#22
Das Gefühl kenne ich.

Nach einer eher schwierigen und glücklosen Schulzeit wurde ich für die Oberstufe auf ein katholisches Internat in einer anderen Stadt geschickt. Dort erlebte ich eine wunderbare Zeit (zumindest aus heutiger Sicht) mit bis heute anhaltenden Freundschaften und auch der ersten großen Liebe.

Die Schule hatte für uns Oberstufenschüler eine eigene Caffete mit Raucherecke und Stereoanlage. Und zu jener Zeit in den 80ern lief dort rund um die Uhr hauptsächlich Britenpop. Es gibt nicht das "eine" Lied, stellvertretend und mich prägend greife ich mal vier Alben heraus

Simple Minds - New Gold Dream
ABC - The Lexicon of Love
U2 - Unforgettable Fire
Marillion - Misplaced Childhood

Solche Musik hört man heute im Rundfunk quasi nicht mehr, aber wenn es dann doch mal gespielt wird, habe ich glasklare Bilder vor Augen:
- Die Kaffeepausen in der verräucherten Caffete
- Das Turteln mit der Liebsten an lauen Sommerabenden, um anschließend zu spät ins Internat zurückzukehren und einen Anschiss zu kassieren.
- Mit den Kammeraden heimlich auf dem Zimmer zu saufen
- Die Wochenenden, wo man am eigentlich nach Hause hätte fahren sollen, zusammen mit der Liebstenbei Feten von Freunden zu verbringen

Dieses Zeit würde ich gerne nochmal erleben (allerdings ohne den Schulunterricht).
Grüße, Dirk
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#23
triple-d schrieb:- Mit den Kammeraden heimlich auf dem Zimmer zu saufen
Jetzt muss ich noch an meinen (leider auch schon verstorbenen) Paps denken:

Im Internat hatten wir Oberstufenschüler den Luxus von Einzelzimmern, wobei Alkohol auf unseren Zimmern strikt verboten war. Neben dem Internat gab es einen Supermarkt, wo wir gelegentlich nach dem Mittagessen uns ein Palette Hansa-Billigbier besorgten, das dann in mehreren Sportaschen unauffällig auf die Zimmer geschmuggelt und dort im Spint verstaut wurde. Abends saßen wir dann mit 6  - 8 Leuten bei irgendwem auf dem 10 m²-Zimmer, natürlich mit dem Britenpop aus der Stereoanlage. Nach dem Gelage wurde dann versucht, dem Biermief mit Deospray zu übertünchen. Half natürlich alles nichts. Am nächsten Tag gabs dann einen Rüffel. Mein Gott, wie oft wir erwischt wurden.

Jetzt kommt Paps ins Spiel: Einestages bekamen die Eltern einen blauen Brief, der meinen Rausschmiss vom Internat androhte, fall man mich nochmal erwischen sollte. Paps rief mich an, meckerte aber nicht, sondern fragte nur verständnisvoll: "Könnt Ihr nicht woanders saufen?" Fand ich gut!

Ging aber alles glücklich aus. Man schmiss mir das Abi hinterher und heute frage ich kaum noch nach Alkohol.
Grüße, Dirk
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#24
(22.04.2020, 07:57)charlymu schrieb: Zurück zu Wang Chung, diese Bilder, ja sogar dieser Geruch des warmen Sommervormittages hier in Düsseldorf, die Musik, das warme Gefühl , alles das ist wieder da -

Zurück zu Wang Chung, diese Bilder, ja sogar dieser Geruch des warmen Dosenbiers auf dem Campingplatz in Eckernförde. 

Wir waren 16. Ein Kumpel und ich hatten uns von unseren Eltern auf einen Campingplatz in Eckernförde verfrachten lassen. Ich dachte, jetzt lassen wir mal richtig die Sau raus und habe gleich eine Palette Hansaplast besorgt. Nur hatte ich die Rechnung ohne ihn gemacht. Er war ABBA Fan, was zu der Zeit schon alte Leute Musik war. Das haben unsere Eltern, Tanten, Onkels gehört. So einer kann auch nicht feiern.

Erfahrung mit Alkohol hatte ich auch keine, aber die Motivation war hoch. Nur habe ich von der Palette die erste Reihe geschafft und dann den Platz vorm Zelt vollgereiert. Den Rest dann an eine Gruppe Punks verschenkt. War wohl besser so.

Am Samstag Abend war dann NDR Junioren Diskothek mit Wof-Dieter Stubel im Kurhaus, welche auch gleichzeitig im Radio übertragen wurde. Was soll man machen - da gingen halt alle hin.

Beim prokrastinieren im Homeoffice fiel mir jetzt ein, dass ich irgendwo evtl. noch eine Eintrittskarte habe, wobei inzwischen ja 90% von dem alten Zeug durch Umzüge verloren gegangen oder in feuchten Kellern verrottet ist.

Also auf den Dachboden und in einem alten Fotoalbum fand sich die Playliste von dem Abend, als loses Blatt zwischen den Seiten. Hätte schwören können, dass dort Wang Chung gespielt wurde. Aber in irgendeinem Radio auf dem Campingplatz lief das sicher. Finde das Lied auch heute noch gut.


[Bild: oa6NBwE.jpg]
Man kann nicht gleichzeitig optimale Bässe, Mitten und Höhen bieten (Arnold Nudell)
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#25
Klasse Geschichte und ein klasse Erinnerungsstück!

Wenn man die Nr 26 rausschmeißt eine super Playlist!

Danke!

Drinks
Dirk

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