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Restauration JBL 4311b
#1
Wie schon im Frisch-eingetroffen-Thread angekündigt hier der Reparaturfaden für meine JBL 4311b.

Die Lautsprecher konnte ich günstig bei eBay Kleinanzeigen aus Erstbesitz kaufen, sie stammen von Wiesenhavern hier in Hamburg und haben den Vorbesitzer 1980 2000 DM gekostet.

Die Chassis spielen, die Kalotten der einen Box sind leicht eingedrückt (entweder lasse ich das oder besorge mir Ersatz-Kalotten):

[Bild: 4311b-goop-2.jpg]

Auf dem Bild sieht man auch schon das erste Problem: Der Kleber der Dichtungen von Hoch- und Tieftöner hat sich gelöst, die Pampe ist auf die Aluleiste gelaufen und hat den Lack abgelöst:

[Bild: 4311b-badge.jpg]

Hat jemand eine Idee, wie man den Schaden kaschieren kann? Ich wollte die blanken Stellen mit etwas schwarzem Lack austupfen, 100%ig bekommt man das sicherlich nicht wieder hin.

Zweite Baustelle sind die Gehäuse. Ich wollte diese entlacken und das Furnier ölen. Leider hat besonders die eine Box einen Wasserschaden, die Spanplatte ist da ein wenig fluffig:

[Bild: 4311b-wasserschaden.jpg]

[Bild: 4311b-wasserschaden-2.jpg]

Gibt es da noch Tipps was ich da machen kann? Ich wollte da verdünnten Leim mit einer Spritze in den Spalt spritzen und mit Zwingen oder Paketband fixieren. Anschließend den Spalt mit Holzkitt verschließen. Auch da wird das wahrscheinlich nicht wieder wie neu, aber der Schaden ist an einer unteren Kante und fällt nicht so schnell auf.

Wie gesagt: Falls jemand Tipps hat wie die Schäden besser zu beseitigen sind - immer her damit!

Gruß Roland
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#2
Der HT muesste einen PU-Schaum-Ring tragen, keinen Pappkragen ...
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#3
Ich würde evtl. die Blende einscannen, neu drucken (lassen) und überkleben - das geht inzwischen ganz gut und kost nicht die Welt.
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  • rolilohse
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#4
(24.09.2020, 09:14)Pufftrompeter schrieb: Der HT muesste einen PU-Schaum-Ring tragen, keinen Pappkragen ...

Das war der Staub der letzten 40 Jahre der das wie Pappe aussehen ließ:

[Bild: 4311b-LE25-2.jpg]

Die Lautsprecher sind garantiert unverbastelt und original - beispielsweise konnte die Chassis nur unter Fluchen und mit verschiedensten Hilfsmitteln dazu bewegen sich zu lösen.

Gruß Roland
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  • xs500
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#5
https://www.ebay.fr/itm/133428880341?var=0

Grad gefunden ...
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#6
(24.09.2020, 09:30)Pufftrompeter schrieb: Grad gefunden ...

Stolzer Preis! Denker
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#7
Bei der aufgequollenen Spanplatte/Ecke wirst du dich schwertun, sie wieder "zurückzupressen"...evtl das Einsägen mit einen geeigneten Handsäge (~Feinsäge) in Betracht ziehen.
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#8
Ein erster Erfolg:

[Bild: 4311b-LE25-dented.jpg]

[Bild: 4311b-LE25-fixed.jpg]

Nicht perfekt, aber schon deutlich besser!
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  • bikehomero
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#9
Hi, bei der angebotenen JBL Leiste fehlt das "James B Lansing" oben, ich würde das Original versuchen wieder zu erneuern. Eingedrückte Dustcaps mache ich immer feucht und dann ziehe ich das mit dem Staubsauger vorsichtig wieder in Form, hat bisher immer Finktioniert.
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  • rolilohse
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#10
(25.09.2020, 08:25)make-my-day schrieb: Hi, bei der angebotenen JBL Leiste fehlt das "James B Lansing" oben, ich würde das Original versuchen wieder zu erneuern.

Die ist sowieso für eine 4311, ich habe ja eine 4311b. Ich werde mit etwas Lack versuchen den Schaden so gut wie möglich zu kaschieren.

(25.09.2020, 08:25)make-my-day schrieb: Eingedrückte Dustcaps mache ich immer feucht und dann ziehe ich das mit dem Staubsauger vorsichtig wieder in Form, hat bisher immer Finktioniert.

Die Dustcap vom Hochtöner habe ich auch angefeuchtet und dann vorsichtig mit einer Stecknadel herausgezogen. Der Mitteltöner hat eine Alu-Kalotte, das wird da nicht funktionieren.

Und ich habe einmal einen Tischler angeschrieben wegen des abgelösten Furniers und habe folgende Antwort bekommen:

Zitat:Sie bekommen gequollene Spanplatte nicht wieder zusammengepresst!

Mmmhh ... Denker

Gruß Roland
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#11
Hallo Roland,
ich würde das pauschal nicht behaupten (Spanplatte läßt sich nicht mehr in Form bringen), dafür hab ich das schon zu oft mit ansehnlichem Ergebnis gemacht. Aus Sicht meines Kollegen die richtige Antwort wenn man sich diese unangenehme Arbeit ersparen möchte. Das hat auch mit den schwer einschätzbaren Erwartungen der Kunden zu tun.  Aber zum Thema:  Alex Tipp mit dem Entlastungsschnitt war vollkommen korrekt. Ich würde das genauso angehen. Material mittels vorsichtiger Schnitte entfernen. Nicht zu oft probeweise zusammendrücken damit nicht noch etwas bricht. Ebenso würde ich dann rundum sorgfältig abkleben und PU-Leim nutzen. Vor dem Leimen die „offene Wunde“ mit der wassergefüllten Blumenspritze leicht benebeln. Wie immer gilt: ohne Gewähr... es braucht etwas Übung und da wir uns nicht kennen...
Ist aber einen Versuch wert und die Chancen stehen nicht so schlecht. Gegenüber dem gewerblichen Handwerker hast Du den Vorteil nicht unter Zeitdruck Geld verdienen zu müssen... das gleicht bei solchen Arbeiten viel aus.

viel Erfolg und schönes Wochenende 
Andreas
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#12
[Bild: 47-AF0-E72-0196-48-D6-8-DE3-90-E9-F7467-D6-B.jpg]

Diese eingedrückte (war ich selber...) Alukalotte des MT meiner ollen Rectilinear XII habe ich auch vor vielen Jahren wieder rausgezogen. Ebenso wie die (riesige, sehr feste) TT Kalotte einer meiner Klingonen. Und zwar mit Klebeband, am besten stark klebendes 2Seiten-Band. ZB am (nicht spitzen) Ende eines Bleistiftes befestigen und versuchen, eine etwas flächige Haftung an bzw in der Delle zu erzeugen. Ein kleiner Ruck, das sollte es dann gewesen sein. Mit bissi Gefühl beim anhaften, beim ziehen und beim ablösen sollte da auch nix beschädigt werden.
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#13
Jede Wette, dass die gezeigte Kalotte nicht aus Alu ist, sondern metallisierter Kunststoff...

Gruß aus Stadthagen
Holger
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#14
Ja kann auch sein. Die Kalotte der Klingonentieftöner sieht auch aus als wär sie aus Plastik, dürfte aber einfach Pappe mit ner dicken Lackschicht sein. Aber unabhängig vom tatsächlichen Material sind diese Dinger ja meistens leicht einzudellen - und entsprechend leicht wieder herauszuziehen. Oder glaubste nicht dran, das dies geht?
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#15
(25.09.2020, 10:51)Frunobulax schrieb: Und zwar mit Klebeband, am besten stark klebendes 2Seiten-Band. ZB am (nicht spitzen) Ende eines Bleistiftes befestigen und versuchen, eine etwas flächige Haftung an bzw in der Delle zu erzeugen. Ein kleiner Ruck, das sollte es dann gewesen sein. Mit bissi Gefühl beim anhaften, beim ziehen und beim ablösen sollte da auch nix beschädigt werden.

Den Tipp habe ich gleich einmal angewendet:

[Bild: 4311b-LE5-10-kalotte.jpg]

Die Kalotte ist also wirklich aus Alu, die hat sich plastisch dauerhaft verformt. Ob das Ergebnis jetzt besser ist lasse ich einmal dahingestellt ... LOL

Gruß Roland
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#16
Ist auf jeden Fall schon besser! Man müsste noch von der Rücksteite her mit einer Murmel dran.

Gruß

Jürgen

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#17
(25.09.2020, 11:08)Frunobulax schrieb: Ja kann auch sein. Die Kalotte der Klingonentieftöner sieht auch aus als wär sie aus Plastik, dürfte aber einfach Pappe mit ner dicken Lackschicht sein. Aber unabhängig vom tatsächlichen Material sind diese Dinger ja meistens leicht einzudellen - und entsprechend leicht wieder herauszuziehen. Oder glaubste nicht dran, das dies geht?

Ich habe schon so viele Kalotten ausgebeult, dass ich einige Erfahrung darin habe, und die besagt, dass
Papier-und Kunststoffkalotten sich fast ohne Spuren ausbeulen lassen, Alukalotten jedoch nicht.

Gruß aus Stadthagen
Holger
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#18
(25.09.2020, 12:10)bikehomero schrieb: Ist auf jeden Fall schon besser! Man müsste noch von der Rücksteite her mit einer Murmel dran.

Das ist ein Konus-Mitteltöner - da müsste ich dann ja die Membran und die Zentrierspinne vom Chassis lösen. Da wäre eine neue Kalotte dann doch einfacher, die gibt's in der amerikanischen Bucht.

Gruß Roland
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#19
Ich würde es so lassen, ist doch fast nicht mehr zu sehen.

Gruß aus Stadthagen
Holger
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#20
Find ich auch erstmal okay so. Ein Delle wirft irgendwie Schatten und fällt blöd auf. Ein bischen verkrumpelt hingegen geht doch locker als Patina durch und passt noch dazu zur Gesamterscheinung. Floet
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#21
Wollte damit nicht sagen, dass das unbedingt gemacht werden muss. Ich finde das Ergebnis so wie es ist auch schon gut.

Gruß

Jürgen

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#22
Die Kalotte bleibt auch erst einmal so - die Frontbespannung wird gerade gebreft und die werde ich auch verwenden. Dann ist das sowieso egal.

Leider sind meine Zwingen zu klein für die Gehäuse. Entweder mal beim Nachbarn fragen oder beim Baumarkt welche besorgen ... immer diese Sekundärkosten Floet
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#23
Kurzer Zwischenstand:

[Bild: 1601132176733.jpg]

[Bild: 1601132176729.jpg]

[Bild: 1601132176722.jpg]
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#24
Hui das geht ja wies Gewitter bei dir, just wenn ich mal anfange, mir meine Gedanken über die Sache zu machen bist du schon fertig mit der Arbeit...noch ein Rat, unabhängig, ob du nun den (furchtbaren gemeingefährlichen) PU-Leim *1 oder einfachen Weißleim *2 verwendest bzw verwendet hast - lass dieser Sache ein bischen Zeit, ordentlich durchzutrocknen und auszuhärten, paar Tage oder so.

*1 das Zeug klebt wie Hölle, und bevor die Klebnaht wieder aufgeht bricht eher das Holz weg, haben wir mit Eiche getestet.
Ich hatte den paarmal von würth, als ich da noch kaufen konnte. Der schäumt unter Wasseraufnahme auf (darum das von Akguzzi empfohlene befeuchten vorher) und dieses giftzeug kommt aus allen Ritzen gekrochen.
Das Zeug ist aber blöd zu handhaben, schlecht auf der Haut, beschissen zu lagern und dann nicht mehr aus der Flasche zu kriegen. Und wer leimt schon alle Tage? Mir ist das alles verdorben und wurde zu giftmüll...damals gab es auch nur halbliter- Gebinde und nach der zweiten Flasche hab ich mir "nie wieder" gesagt.

*2 "Bindulin" oder "Propellerleim" hört sich wesentlich besser und professioneller an als "Ponal".

Ansonsten schöne Fortschritte! Werden doch coole Tröten...
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#25
Ich habe ganz ordinäres Ponal - ähhm natürlich Propellerleim - verwendet. Da weiß ich, wie ich es zu verarbeiten kann und werde nicht böse überrascht. Wenn ich deinen Tipp richtig verstanden habe schleife ich lieber nicht gleich morgen sondern warte lieber noch, richtig?

Ich konnte die Oberfläche nicht komplett plan bekommen, der Entlastungaschnitt ist ja zwangsläufig immer V-förmig, ich wollte auch nicht zu viel Material wegnehmen.

Da das Furnier ja Struktur hat, anders als eine lackierte Oberfläche, sollte das nicht allzusehr auffallen. Ist ja auch immer noch unten.

Wie man die Gehäuse pflegt steht ja auch schon im Manual  LOL

[Bild: IMG-20200925-153837.jpg]

Gruß Roland
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